AUSSTELLUNG// Maud Piquion
Heute Abend um 19 findet die Vernissage der Ausstellung “WA-R-TER” in der Galerie Maud Piquion statt. Das Thema ist der Krieg ums Wasser, denn Wasser wird in der globalisierten Welt bald zum wichtigsten Rohstoff überhaupt. Die Künstler SP38 (Street Art) und Cathy Cat-Rastler (Fotografie) zeigen in einer Doppelausstellung ihre Positionen zum Rohstoff Wasser als Symbol für den Klimawandel.
Für das Stadtmagazin zitty habe ich die Galeristin Maud Piquion vor etwa einem Monat in ihrem Ausstellungsraum besucht. Der Artikel stellt ein Stimmungsbild der Galeristen in der Berliner Brunnenstraße dar und erscheint im nächsten Heft unter der Rubrik “Pulsmesser”.
Nach meinem Gespräch mit Maud wollte ich aber doch gerne mehr über sie schreiben. Darum nun ein Kurzporträt der Galeristin.
———————————————————————————————-
Ganz schön frech, bei einer Neueröffnung Künstler auszustellen, die von einer anderen Galerie in derselben Stadt vertreten werden. „Ich habe natürlich gefragt“, versichert Galeristin Maud Piquion, die sich für die erste Ausstellung im September 2009 ihr Lieblingskünstler von verschiedenen Berliner Galerien ausgeliehen hat. Sie selbst vertritt acht Künstler, von Fotografie über Malerei, Performance und Installation bis Street Art ist alles dabei.
Ganz schön jung für eine Galeristin ist Maud Piquion mit ihren 28 Jahren. „Das höre ich oft,“ sagt sie und rollt mit den Augen, „aber man darf trotzdem nicht denken, man hätte alles noch vor sich.“ Tatsächlich hat die Französin schon einiges hinter sich: Nach einer Lehre bei der Deutschen Bahn studiert sie Kunstgeschichte und Schauspiel in Paris. Als Schauspielerin kommt sie 2004 nach Berlin, wechselt aber nach Engagements an verschiedenen Bühnen in die Kunstszene: Sie übernimmt die Leitung der kleinen Galerie ANYWAY in Friedrichshain. „Da konnte ich vieles ausprobieren und habe natürlich auch Fehler gemacht, aber das war wie eine gute Lehre.“
Im Juni 2009 folgt schließlich ein mutiger Schritt, der Umzug nach Mitte, in die Brunnenstraße, um unter dem eigenen Namen eine Galerie zu führen. Und seit November gibt es auch eine Dependance in Weimar, die Piquions Geschäftspartner Michael Trierweiler leitet. Hat niemand sie für verrückt gehalten, im Jahr der Krise gleich mit zwei Ausstellungsräumen an den Start zu gehen? „Doch, aber das ist wie beim Kinderkriegen: Wann ist schon der richtige Zeitpunkt? Es ist immer ein Risiko, und man muss es doch machen.“
Nach einem halben Jahr ist ihr Resümee sehr positiv, sie hat sich gut eingelebt und schätzt die Nachbarschaft vieler etablierter Galerien. Die Theaterbühne fehle ihr nicht, wie sie sagt, jetzt spiele sie eben die Galeristin. Und die spielt sie gut.
Nächste Ausstellung: Cathy Cat Rastler & SP 38, Eröffnung am 22.1., Galerie Maud Piquion, Brunnenstr. 38, Mitte, U Bernauer Straße, www.maudpiquion.com
Einsortiert unter:KUNST | Leave a Comment
Schlagworte: Ausstellung, Berlin, Brunnenstraße, Cathy Cat-Rastler, Galerie, Maud Piquion, SP38
No Responses Yet to “AUSSTELLUNG// Maud Piquion”